Beitrag: Drainage nach OP: Sicher durch die postoperative Zeit

Sie wachen nach der Operation auf, tasten vorsichtig über die Decke und merken: Da ist ein Schlauch. Vielleicht führt er aus dem Verband zu einer Flasche oder zu einem kleinen Behälter. Für viele Patientinnen und Patienten ist genau das der Moment, in dem Unsicherheit beginnt. Ist das normal? Tut das weh? Bedeutet das, dass etwas nicht gut gelaufen ist?

Auch für neue Kolleginnen und Kollegen in der Pflege ist die Drainage nach OP oft ein Thema, das in der Praxis erst mit der Zeit wirklich vertraut wird. Man sieht das System, dokumentiert die Fördermenge, beruhigt Angehörige und merkt schnell: Die technische Seite ist nur die halbe Arbeit. Die andere Hälfte ist gute Kommunikation.

Wenn Menschen verstehen, warum eine Drainage liegt, worauf geachtet wird und wann Hilfe nötig ist, werden sie ruhiger und sicherer. Genau darum geht es hier. Nicht um komplizierte Fachsprache, sondern um klare Orientierung, die im Stationsalltag und im Patientengespräch trägt.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung Die Drainage nach der OP verstehen lernen

Eine Drainage wirkt auf den ersten Blick fremd. Für viele Menschen ist sie aber schlicht ein vorübergehendes Hilfsmittel, das den Heilungsweg begleitet. Wer gerade operiert wurde, hat oft Schmerzen, ist müde und kann Informationen nur stückweise aufnehmen. Genau deshalb braucht es einfache Worte und einen ruhigen Ablauf.

Im Stationsalltag erlebe ich häufig dieselbe Szene: Ein Patient schaut auf den Behälter und fragt, ob „da etwas ausläuft, das drinbleiben sollte“. Diese Sorge ist verständlich. Die gute Antwort ist meist beruhigend: Der Körper bildet nach einer Operation Flüssigkeit, und die Drainage hilft dabei, dass sie kontrolliert abfliessen kann.

Je besser die Erklärung, desto geringer die Angst. Eine Drainage ist für viele nicht in erster Linie ein medizinisches Problem, sondern ein Kommunikationsproblem.

Für neue Pflegekräfte ist das ein wichtiger Punkt. Es reicht nicht, die Drainage zu kontrollieren. Man muss auch erklären können, was gesehen wird, was normal sein kann und wann ärztliche Rücksprache nötig ist.

Was ist eine Wunddrainage und warum ist sie notwendig

Eine Wunddrainage ist ein Schlauchsystem, das Flüssigkeit aus einem Operationsgebiet ableitet. Diese Flüssigkeit kann aus Blut, Lymphe und Wundsekret bestehen. Der Sinn ist einfach: Was sich im Gewebe sammelt, soll kontrolliert abfliessen, statt Druck zu machen oder die Heilung zu stören.

Was im Körper nach einer Operation passiert

Nach einer Operation reagiert das Gewebe. Es schwillt an, bildet Sekret und muss sich neu organisieren. Wenn sich in einer Wundhöhle Flüssigkeit sammelt, kann das unangenehm werden. Das Gewebe spannt, die Region schmerzt stärker, und die Wundflächen liegen schlechter aneinander.

Eine Drainage kann man sich wie ein geregeltes Ableitsystem vorstellen. Sie nimmt dem Operationsgebiet Druck, leitet Flüssigkeit nach aussen und macht den Verlauf besser beobachtbar. Gerade das Beobachten ist im klinischen Alltag wichtig. Denn Menge, Farbe und Veränderung über die Zeit sagen oft mehr aus als ein kurzer Blick auf den Verband.

Eine Infografik zur Wunddrainage, die ihre Vorteile für die Heilung und Notwendigkeit nach einer Operation erklärt.

Viele Patientinnen und Patienten denken, eine Drainage sei ein Zeichen für eine Komplikation. Das stimmt so nicht. Häufig ist sie eine vorsorgliche Massnahme in einer Situation, in der die Operateurin oder der Operateur mit mehr Sekret oder Blutung im Wundgebiet rechnet.

Warum die Drainage kein Automatismus ist

Wichtig ist aber auch die andere Seite: Eine Drainage ist kein Standard-Sicherheitsnetz für jede Operation. Nach deutschen Empfehlungen soll sie nicht routinemässig, sondern nur bei gezielter Indikation und so kurz wie möglich eingesetzt werden. Offene Drainagen sollen wegen des Infektionsrisikos vermieden werden. Wenn eine Drainage nötig ist, soll sie über eine separate Inzision ausserhalb der Operationswunde ausgeleitet werden, wie in den deutschen Empfehlungen zur Wunddrainage zusammengefasst wird.

Für das Gespräch mit Patienten hilft eine einfache Formulierung:

  • Statt Fachsprache: „Das ist Ihre Redon-Drainage zur Sekretableitung.“
  • Besser verständlich: „Der Schlauch leitet überschüssige Flüssigkeit aus dem Operationsgebiet ab, damit die Wunde innen besser zur Ruhe kommen kann.“

Auch Angehörige brauchen oft Orientierung. Hilfreich sind klare Sätze wie diese:

  • „Bitte ziehen Sie nicht am Schlauch.“ Die Sicherung und Lage sind Teil der Behandlung.
  • „Die Menge im Behälter wird beobachtet.“ Nicht jeder Inhalt ist ein Alarmzeichen.
  • „Die Drainage bleibt nur so lange wie nötig.“ Das nimmt viel Druck aus dem Gespräch.

Praktische Regel: Wenn ein Patient fragt „Warum habe ich das?“, zuerst den Zweck erklären, erst danach den Namen des Systems.

Die verschiedenen Arten von postoperativen Drainagesystemen

Nicht jede Drainage nach OP sieht gleich aus und nicht jedes System arbeitet auf dieselbe Weise. Für die Aufklärung ist das wichtig. Sobald Menschen verstehen, ob etwas „von selbst abläuft“ oder „mit Sog arbeitet“, können sie Beobachtungen besser einordnen.

Aktiv, passiv, offen, geschlossen

Grundsätzlich lassen sich Drainagen auf zwei Arten beschreiben. Die erste Unterscheidung lautet aktiv oder passiv. Die zweite lautet offen oder geschlossen.

Systemmerkmal Einfach erklärt Was das im Alltag bedeutet
Aktive Drainage arbeitet mit Unterdruck Sekret wird angesaugt
Passive Drainage nutzt Schwerkraft oder Kapillareffekt Abfluss ohne Sog
Geschlossenes System Sekret bleibt in einem Behälter geringeres Infektionsrisiko
Offenes System Sekret tritt in einen Verband aus heute zurückhaltend verwendet

Die bekannteste Form im Klinikalltag ist die Redon-Drainage. Sie gehört zu den aktiven, geschlossenen Systemen. Der leichte Unterdruck unterstützt den Abfluss aus der Wundhöhle in einen Sammelbehälter.

Daneben kennen viele auch Bezeichnungen wie Robinson-Drainage, Penrose-Drainage oder Jackson-Pratt-Drainage. Im Alltag hilft weniger das Auswendiglernen aller Namen als das Verstehen des Prinzips. Fragt ein Patient, ob „das Gerät saugt“, ist das oft die eigentliche Frage hinter der Unsicherheit.

Vergleichsgrafik verschiedener postoperativer Drainagesysteme: Redon-Drainage, Jackson-Pratt-Drainage und Penrose-Drainage mit ihren jeweiligen Eigenschaften und Funktionsweisen.

Warum das Redon-System so oft genannt wird

In einer deutschen Erhebung unter 97 antwortenden Dermatochirurgen verwendeten 49 Wunddrainagen, also 50,52 % der Teilnehmenden. Unter den genannten Systemen wurde das Redon-Drainagesystem mit 89,80 % am häufigsten eingesetzt, wie die deutsche Erhebung zu Wunddrainagen in der Dermatochirurgie beschreibt.

Für die Patientenschulung kann man das so übersetzen:

  • Bei aktiver Drainage: „Der Behälter erzeugt einen leichten Sog. Deshalb ist es wichtig, dass das System dicht und richtig angeschlossen bleibt.“
  • Bei passiver Drainage: „Hier läuft Flüssigkeit ohne Sog ab. Darum achten wir besonders auf Verband, Lage und Hautschutz.“

Ein guter Merksatz für neue Kolleginnen und Kollegen lautet: Erst das Prinzip erklären, dann das Produkt. Das gilt auch bei anderen Ableitsystemen. Wer sich für die praktische Einordnung von Schlauchsystemen und sterilem Arbeiten interessiert, findet rund um den klinischen Alltag auch beim Thema Legen eines Blasenkatheters vergleichbare Kommunikationsfragen.

Die richtige Pflege und Überwachung der Drainage

Im Alltag entscheidet selten ein einzelner Blick, sondern der Verlauf. Eine Drainage muss nicht nur vorhanden sein, sie muss auch korrekt beobachtet, gesichert und verständlich erklärt werden. Genau hier treffen pflegerische Sorgfalt und gute Patientenkommunikation aufeinander.

Eine Pflegekraft in blauer Arbeitskleidung überprüft einen Urinbeutel, der an einem Krankenhausbett eines Patienten befestigt ist.

Eine prospektive klinische Studie der RWTH Aachen berichtet für postoperative Abdominaldrainagen eine mittlere Liegedauer von 7,5 Tagen bei einer Standardabweichung von 2,2 und eine gesamte Fördermenge von 497 ml bei einer Standardabweichung von 286 ml. Im Vergleich zur Nichtdrainagegruppe war der Krankenhausaufenthalt im Mittel um 0,6 Tage länger, wie in der prospektiven klinischen Studie der RWTH Aachen dokumentiert ist.

Diese Werte sind keine starre Vorgabe für den einzelnen Menschen. Sie helfen aber, Erwartungen realistisch zu halten. Eine Drainage ist oft kein Thema von „heute rein, morgen raus“, sondern ein Verlauf, der beobachtet werden muss.

Was im Alltag beobachtet und dokumentiert wird

In der Pflege geht es um mehr als das Entleeren des Behälters. Entscheidend sind mehrere Beobachtungspunkte gleichzeitig:

  • Fördermenge: Wie viel Sekret ist seit der letzten Messung angefallen?
  • Farbe: Eher blutig, serös, trüb oder verändert?
  • Beschaffenheit: Dünnflüssig, zäh, mit Gerinnseln?
  • Eintrittsstelle: Rötung, Schwellung, Nässen, Schmerz?
  • Systemfunktion: Liegt Sog an, ist der Schlauch frei, ist die Fixierung sicher?

Gerade neue Kolleginnen und Kollegen machen anfangs oft denselben Fehler. Sie schauen nur auf die Zahl. Die Zahl ist wichtig, aber sie steht nie allein. Eine geringe Fördermenge kann unauffällig sein. Sie kann aber auch bedeuten, dass die Drainage abgeknickt oder verstopft ist.

Eine Drainage beurteilt man nie nur am Behälter. Man beurteilt immer Behälter, Schlauch, Eintrittsstelle und den Zustand des Patienten zusammen.

Wie Pflegekräfte und Patienten besser miteinander sprechen

Patienten beobachten meist zuerst das, was sie sehen können. Pflegekräfte beobachten das, was klinisch einzuordnen ist. Zwischen beidem entsteht leicht ein Missverständnis. Deshalb hilft eine feste Sprache.

Hilfreiche Sätze für Pflegekräfte

  • „Ich messe nicht nur die Menge, sondern beurteile auch den Verlauf.“
  • „Ein wenig Sekret ist nach einer Operation oft erwartbar. Wichtig ist, wie es sich verändert.“
  • „Wenn Sie Zug, Brennen oder plötzlich mehr Schmerzen spüren, sagen Sie bitte sofort Bescheid.“

Sinnvolle Fragen für Patienten

  • „Ist die Menge heute so, wie Sie es erwarten würden?“
  • „Wie soll die Flüssigkeit normalerweise aussehen?“
  • „Woran würde ich merken, dass mit der Drainage etwas nicht stimmt?“

Beim Umgang mit Drainagen gelten dieselben Grundprinzipien sauberer Arbeitsweise wie in vielen anderen Bereichen der Versorgung. Wer das pflegerisch vertiefen möchte, findet zur aseptischen Technik im klinischen Alltag hilfreiche Praxisbezüge.

Nach einem ersten Überblick kann ein kurzes visuelles Erklären entlasten. Das folgende Video eignet sich gut, um das Handling und die Beobachtung noch anschaulicher zu machen.

Kurze Checkliste für jede Schicht

  1. Lage prüfen. Ist der Schlauch frei, ohne Zug und ohne Knick?
  2. Behälter ansehen. Ist das System funktionsfähig und sicher befestigt?
  3. Sekret beurteilen. Nicht nur Menge, auch Farbe und Verlauf beachten.
  4. Eintrittsstelle kontrollieren. Hautzustand und Verband mit einbeziehen.
  5. Patientenrückmeldung einholen. Schmerzen, Druckgefühl oder Unsicherheit aktiv erfragen.

Diese fünf Punkte wirken schlicht. In der Praxis machen sie den Unterschied zwischen routiniertem Abarbeiten und guter pflegerischer Überwachung.

Der richtige Zeitpunkt zur Entfernung der Drainage

Die häufigste Frage lautet fast immer: Wann kommt sie raus? Die Antwort ist selten an einem festen Kalendertag festzumachen. Sie richtet sich nach klinischen Kriterien und nach dem Verlauf der letzten Tage.

Woran sich die Entscheidung orientiert

Für die postoperative Überwachung ist in Deutschland ein objektivierter Entfernungswert von unter 30 ml in 24 Stunden über zwei aufeinanderfolgende Tage ein häufig verwendeter Richtwert, wie ihn die universitäre Patientenanleitung für Redondrainagen aus Tübingen nennt. Wichtig ist dabei auch eine tägliche, möglichst gleiche Messzeit, damit die Trendbeurteilung belastbar bleibt.

Das ist für Patienten eine sehr hilfreiche Information. Sie zeigt: Die Entfernung erfolgt nicht „nach Gefühl“, sondern anhand eines nachvollziehbaren Verlaufs. Die Frage ist also weniger „Wie viele Tage sind vorbei?“ als „Wie entwickelt sich die Sekretmenge?“.

Dazu kommen die klinischen Beobachtungen. Passt die Flüssigkeit zum erwarteten Heilungsverlauf? Gibt es neue Schmerzen, Blutbeimengungen oder lokale Auffälligkeiten? Die Entscheidung ist immer eingebettet in das Gesamtbild.

Wie man den Moment verständlich erklärt

Viele Menschen fürchten sich unnötig vor dem Entfernen. Die beste Aufklärung ist knapp und ehrlich:

Das Entfernen dauert meist kurz. Viele beschreiben eher ein Ziehen oder ein ungewohntes Gefühl als starken Schmerz.

Für Pflegekräfte ist folgende Gesprächsstruktur oft nützlich:

  • Erst Orientierung geben: „Wir schauen auf die Mengenentwicklung der letzten Tage.“
  • Dann Sicherheit vermitteln: „Die Entfernung erfolgt, wenn die Drainage ihre Aufgabe weitgehend erfüllt hat.“
  • Zum Schluss den Ablauf benennen: „Sie sagen sofort Bescheid, wenn es unangenehm wird.“

Wenn Patientinnen oder Patienten parallel andere medizinische Hilfsmittel kennen, hilft manchmal ein Vergleich: Auch bei der Pflege eines Tracheostomas entsteht Sicherheit oft dadurch, dass Ablauf, Kriterien und Beobachtung verständlich in kleine Schritte übersetzt werden.

Mögliche Risiken und Komplikationen erkennen

Eine Drainage unterstützt die Heilung, bleibt aber ein Fremdkörper. Deshalb braucht es Aufmerksamkeit. Nicht jede Auffälligkeit ist eine Komplikation. Aber jede deutliche Veränderung verdient eine bewusste Einordnung.

Warnzeichen an der Einstichstelle und im System

Typische Warnzeichen betreffen entweder die Eintrittsstelle, das Sekret oder die Funktion des Systems.

An der Haut achtet man auf Rötung, Schwellung, Überwärmung, Nässen und zunehmende Schmerzen. Im Behälter oder Schlauch fallen Veränderungen auf, wenn die Flüssigkeit plötzlich deutlich anders aussieht, wenn Gerinnsel den Abfluss behindern oder wenn trotz erkennbarer Spannung kaum noch Sekret abläuft.

Auch eine versehentliche Dislokation ist ein Thema. Das passiert zum Beispiel beim Umlagern, beim Aufstehen oder wenn Schläuche schlecht fixiert sind. Darum sollte die Sicherung nie als Nebensache behandelt werden.

Wann sofort Rücksprache nötig ist

Die Faustregel ist einfach: Wenn sich etwas plötzlich, deutlich oder zunehmend verändert, braucht es Rücksprache. Dazu gehören unter anderem:

  • Neue starke Schmerzen: besonders wenn sie mit Spannungsgefühl oder Unruhe einhergehen
  • Auffällige Sekretveränderung: etwa frischer blutiger Eindruck, Trübung oder unangenehmer Geruch
  • Lokale Entzündungszeichen: Rötung, Schwellung, Überwärmung an der Austrittsstelle
  • Funktionsverlust: kein erkennbarer Ablauf trotz Verdacht auf Sekretstau
  • Verrutschung: wenn der Schlauch teilweise oder ganz herausgezogen scheint

Für Patienten ist ein Satz besonders entlastend: Sie müssen die Veränderung nicht bewerten können. Sie müssen sie nur früh melden.

Für Teams in der Beatmungs- und Intensivversorgung ist diese Denkweise vertraut. Auch bei der Versorgung über Luftrohrenschnitt gilt: Früh erkannte Auffälligkeiten lassen sich meist sicherer einordnen als spät bemerkte Probleme.

Lieber einmal zu früh klingeln als eine relevante Veränderung still beobachten.

Zusammenfassung und Checkliste für die Entlassung

Eine Drainage nach OP ist kein Zeichen des Scheiterns, sondern oft ein gezielt eingesetztes Hilfsmittel. Entscheidend sind drei Dinge: gute Beobachtung, saubere Handhabung und verständliche Kommunikation. Wenn diese drei zusammenkommen, wird aus einem beunruhigenden Schlauch ein nachvollziehbarer Teil der Behandlung.

Für Patientinnen, Patienten und Angehörige ist nicht wichtig, jedes Fachwort zu kennen. Wichtiger ist, die richtigen Fragen zu stellen und Warnzeichen ernst zu nehmen. Für Pflegekräfte gilt das Gleiche in umgekehrter Richtung: Gute Aufklärung ist dann gelungen, wenn der Patient in eigenen Worten wiedergeben kann, worauf er achten soll.

Gesprächscheckliste für Patienten und Angehörige

  • „Wofür liegt meine Drainage genau?“ So wird der Zweck klar.
  • „Worauf achten Sie täglich bei der Kontrolle?“ Das schafft Vertrauen in den Ablauf.
  • „Welche Veränderungen soll ich sofort melden?“ Das gibt Sicherheit für den Alltag.
  • „Darf ich mich normal bewegen und wie sichere ich den Schlauch?“ Das senkt das Risiko von Zug und Dislokation.
  • „Was gilt nach der Entlassung zu Hause?“ Das verhindert Missverständnisse.

Kurzvorlage für die pflegerische Aufklärung

Thema Formulierung im Patientengespräch
Zweck „Die Drainage leitet Flüssigkeit ab, damit das Operationsgebiet entlastet wird.“
Beobachtung „Wir achten auf Menge, Aussehen und auf die Haut an der Austrittsstelle.“
Melden „Bitte sagen Sie sofort Bescheid bei mehr Schmerz, Rötung, Zug oder auffälliger Flüssigkeit.“
Mobilität „Bewegen ist meist möglich, solange der Schlauch nicht unter Zug gerät.“
Entlassung „Vor dem Nachhausegehen klären wir gemeinsam, was Sie selbst beobachten sollen.“

Wer pflegerische Themen praxisnah vertiefen möchte, findet im Umfeld von klinischer Pflege viele weitere Bezüge für Alltag, Aufklärung und Teamarbeit.


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